Meine Heldenreise Erfahrungen – zurück zur Essenz
„Wenn du nur ein einziges Selbsterfahrungsseminar in deinem Leben machst, dann mach die Heldenreise. Wirklich.“
Luise schreibt den spannenden Blog zeitgeistich – Zeit. Geist. Ich. Ihre Themen sind nach eigener Auskunft das Wohnmobilleben, das Familienleben, das Seelenleben. Dort berichtet sie auch über ihre Erlebnisse im Seminar bei uns.
Hier findest Du einen ähnlichen Erfahrungsbericht einer Teilnehmerin. Der Begriff „Heldenreise“ ist in diesem Erfahrungsbericht meistens in seiner maskulinen Form geschrieben. Immer aber sind Heldinnen und Helden angesprochen.
Lesedauer: ca. 10 Minuten
Inhalt:
Was ist die Heldenreise?
Was passiert da?
Oh Gott – und das alleine?!
Welche Rolle spielen die „Reiseleiter“?
Was hat das mir gebracht? Was habe ich über mich gelernt?
… Woher ich kam.
… Meine Dämonin
… Wie die HELDENREISE damit arbeitet
Eine überraschende körperliche Erfahrung
Mein Fazit

Meine Heldenreise – ein persönlicher Erfahrungsbericht über Transformation und Selbsterkenntnis
Was ist die Heldenreise?
Bevor ich von meiner persönlichen Erfahrung erzähle, kurz die sachliche Erklärung:
Die Heldenreise ist ein einwöchiges Seminar- und Selbsterfahrungskonzept, das von Paul Rebillot entwickelt wurde. In Deutschland wird es von verschiedenen Trainern angeboten, die zwar eigene Impulse einbringen, aber alle auf dem gleichen Grundkonzept aufbauen.
Im Kern geht es darum, den eigenen inneren Helden wieder zu entdecken – also die eigene Stärke, Größe und die persönlichen Werte bewusst wahrzunehmen. Gleichzeitig wird sichtbar, welche inneren Überzeugungen oder Geschichten uns im Alltag klein halten.
Zumindest war das meine Erfahrung. Andere Teilnehmer würden ihre Heldenreise vermutlich ganz anders beschreiben – und genau das macht dieses Seminar so spannend.
Für mich war diese Woche eine der intensivsten Erfahrungen meines bisherigen Lebens.
Was passiert auf einer Heldenreise?
Ganz ehrlich: Ein bisschen bleibt das Heldengeheimnis. Auch wenn ich von meinen Erfahrungen schreibe.
Und ich werde es hier auch nicht komplett lüften. Rückblickend bin ich sogar sehr froh darüber, dass mir vorher niemand genau erzählt hat, was passiert. Hätte ich den gesamten Ablauf gekannt, wäre ich wahrscheinlich aus Angst gar nicht erst hingefahren.
Was ich sagen kann: Die Übungen sind eine Mischung aus
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Meditation
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Gesprächsrunden
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Körperarbeit
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gestalttherapeutischen Übungen
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intensiver Gruppendynamik
Gerade die Gruppe spielt eine große Rolle im Prozess.
Wichtig ist dabei: Niemand wird zu etwas gezwungen. Mensch hat jederzeit das Recht, bei Übungen „Nein“ zu sagen. Die Helden:innenreise lädt dazu ein, eigene Grenzen kennenzulernen – und vielleicht auch zu erweitern – aber niemand wird über seine Grenze gedrängt.

Oh Gott – und das alleine?
Ja. Und ich würde tatsächlich empfehlen, eine Heldenreise alleine zu machen.
Es gab Momente während der Woche, in denen mir vieles egal war, weil niemand aus meinem bisherigen Leben dabei war. Genau diese Freiheit hat es mir ermöglicht, mich auf den Prozess einzulassen.
Außerdem entsteht zwischen den Teilnehmern eine sehr besondere Verbindung. Alle sind auf ihre eigene Weise verletzlich und mutig zugleich. Diese gemeinsame Erfahrung schweißt unglaublich zusammen.
Wenn man mit Partner, Freundin oder Bekannten anreist, verändert das die Dynamik. Für mich persönlich wäre das nichts gewesen. Auch auf anderen Seminaren habe ich immer wieder erlebt: Alleine reisen funktioniert oft besser.
Die Tage sind intensiv und emotional fordernd. Deshalb ist es sinnvoll, sich während der Woche möglichst von der Außenwelt abzukoppeln:
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wenig oder kein Handy
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keine täglichen Telefonate
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keine Nachrichtenflut
Rückblickend hätte ich mir gewünscht, noch konsequenter offline gewesen zu sein. Am besten kündigt man im Umfeld einfach an: Ich bin eine Woche nicht erreichbar.
Auch nach dem Seminar ein paar freie Tage zu haben, ist eine gute Idee. Direkt wieder in den Arbeitsalltag zu springen wäre für mich kaum vorstellbar gewesen.
Die Rolle der Reiseleiter:innen
„Trainer:innen“ fühlt sich für mich eigentlich nicht passend an. Ich nenne sie lieber Reiseleiter:innen.
Meine Heldenreise Erfahrungen habe ich bei Ninon Hensel und Oliver Schmid gemacht und war unglaublich froh über diese beiden.
Wer eine Heldenreise anbieten möchte, muss eine umfassende Ausbildung durchlaufen. Deshalb glaube ich, dass es grundsätzlich keine schlechten Reiseleiter gibt – eher solche, mit denen man persönlich mehr oder weniger gut harmoniert.
Für mich war besonders wertvoll, dass Ninon und Oliver mir die Angst vor dem Prozess genommen haben.
Sie haben mir das Gefühl gegeben:
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Sie passen auf.
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Mir kann nichts passieren.
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Alles, was auftaucht, darf da sein.
Gerade in Momenten, in denen ich überfordert, verängstigt oder auch wütend auf diese verdammten Übungen war, haben sie mir vermittelt: Das ist völlig in Ordnung.
Natürlich haben sie auch den organisatorischen Rahmen gehalten, Übungen erklärt und uns durch die verschiedenen Phasen der Heldenreise begleitet.
Was mir die Heldenreise wirklich gezeigt hat
Jetzt wird es sehr persönlich.
Ein wichtiger Teil der Heldenreise ist es, die Geschichten zu erkennen, die wir uns über uns selbst erzählen. Viele dieser inneren Überzeugungen stammen aus unserer Kindheit:
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von Eltern
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Lehrern
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einzelnen prägenden Erfahrungen
Und meistens haben wir sie nie wirklich hinterfragt.
Woher ich kam
Als junges Mädchen war ich extrem zielstrebig.
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Mit 17 bin ich ausgezogen.
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Ich habe ein sehr gutes Abitur gemacht.
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Ich habe meine Umzüge selbst organisiert.
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Ich habe gearbeitet und mir mit 20 mein erstes Auto gekauft.
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Eine eigene Wohnung war selbstverständlich.
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Ich hatte immer das Gefühl zu wissen, was ich will. Ich bin meine Schritte mit großer Klarheit gegangen. Zweifel gab es kaum.
Das änderte sich erst, als ich mit 22 mein Masterstudium an einer Privatuniversität begann. Zum ersten Mal tauchten echte Zweifel auf. Und weil mich dieses Gefühl so überfordert hat, habe ich einfach weitergemacht.
Erst Jahre später begann ich, mich wirklich zu fragen:
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Wer bin ich eigentlich?
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Will ich diesen Weg wirklich gehen?
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Oder war das alles nur eine Rolle?
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Mir wurde klar, dass meine frühere Klarheit teilweise eine Maske war. Immer das nächste Ziel zu verfolgen kann auch eine Form der Ablenkung sein – eine Art, nicht fühlen zu müssen, was gerade wirklich da ist.
Als ich dann anfing, wirklich zu fühlen, geriet vieles durcheinander.
Meine Dämonin
Auf der Heldenreise begegnet der Held / die Heldin seinem Gegenspieler: dem Dämon.
Und meine Dämonin kenne ich ziemlich gut.
Sie erzählt mir ständig Geschichten wie:
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„Du bekommst es sowieso nicht hin.“
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„Du ziehst nichts wirklich durch.“
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„Du hast viele Ideen, setzt aber nichts um.“
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Ich würde gern nachhaltiger leben – schaffe es aber nicht immer.
Ich würde gern mehr Zeit mit meinem Hund draußen verbringen – sitze dann doch auf der Couch.
Ich würde gern weniger Süßes essen – halte es nicht durch.
Meine Dämonin nutzt all diese Situationen als Beweis dafür, dass ich angeblich nichts auf die Reihe bekomme.
Das Absurde daran: Wenn ich mein Leben objektiv betrachte, stimmt das natürlich überhaupt nicht.
Aber ich fühle das nicht.
Und genau diese Diskrepanz wurde mir auf der Heldenreise sehr deutlich.
Wie „löst“ die Heldenreise das?
Ohne die Methoden im Detail zu verraten: Für mich ging es nicht darum, den Dämon zu besiegen.
Es ging vielmehr um Akzeptanz.
Akzeptanz für beide Seiten:
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meine Heldin
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meine Dämonin
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Am Ende der Woche hatte ich eine Klarheit darüber,
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wer ich bin
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wohin ich mich entwickeln möchte
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und dass ich heute bereits vollständig bin.
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Ich muss nicht erst perfekt werden, um „richtig“ zu sein. Ich bin heute schon so vollständig, wie ich gerade sein kann – mit all meinen Macken, Fehlern und Ängsten.
Und ich habe das zum ersten Mal nicht nur verstanden, sondern wirklich gespürt.
Eine überraschende körperliche Erfahrung
Etwas Spannendes habe ich auch körperlich erlebt.
Im Alltag habe ich morgens nach dem Aufwachen oft eine verstopfte Nase. Es dauert normalerweise ein bis zwei Stunden, bis ich wieder frei atmen kann.
Während der Heldenreise war dieses Symptom komplett verschwunden.
Auch andere Teilnehmer berichteten von ähnlichen Erfahrungen auf der Heldenreise mit körperlichen Beschwerden. Das hat meine Vermutung verstärkt, dass einiges davon psychosomatisch sein könnte.
Zu Hause kam das Symptom nach etwa vier Wochen wieder zurück – allerdings deutlich schwächer als vorher.
Mein Fazit zu meinen Erfahrungen in der Helden:innenreise
Ich bereue keine einzige Minute dieser Entscheidung.
Die Heldenreise gehört für mich zu den wenigen Erfahrungen im Leben, bei denen es wirklich ein „Vorher“ und „Nachher“ gibt.
Direkt nach dem Seminar hatte ich sogar einen Gedanken, der mich selbst überrascht hat:
Wenn ich irgendwann Kinder habe, würde ich ihnen zwischen 18 und 25 Jahren eine Heldenreise schenken.
Denn diese Woche kann etwas auslösen, das man schwer in Worte fassen kann – aber das Mensch sein ganzes Leben lang spürt.
„Das ist echte Friedensarbeit für eine bessere Welt. Ihr schafft einen Raum, der soviel echte Begegnung, Empathie und Liebe entstehen lässt, die jede und jeder einzelne von uns in die Welt tragen wird. So dass sich die Wirkung potenziert und wir beitragen zu einer neuen Generation von Herzmenschen. Auch dank euch glaube ich wieder an eine friedlich Welt!!
WHY NOT?!“
Sascha



